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Elmar Traks

Elmar Traks

Wegert, Tessa – Thousand Islands - Die Geister von Swanton (2021)

Kriminalroman

 

Shana Merchant (32) gilt als toughe Ermittlerin. Nachdem sie bei ihrem letzten Fall jedoch von einem brutalen Serienkiller gefangengehalten wurde, leidet sie unter einer posttrauma-tischen Belastungsstörung und ist noch vom Dienst suspendiert. Sie lebt in der ständigen Angst, dass der Täter, der sich noch auf freiem Fuß befindet, sie aufspürt.

In ihrer alten Heimat auf Thousand Islands will sie einen Neuanfang wagen und erhofft sich in der ländlichen Gegend ein wenig Ruhe.

 

Doch dann geht bei der Polizei von Swanton/Vermont ein anonymer Hinweis zu einem Leichenfund ein. Bei dem skelettierten Toten handelt es sich um Shanas Onkel Brett, der vor 20 Jahren verschwunden war. Wie sich schnell herausstellt, wurde er ermordet.

 

Shana ist davon überzeugt, dass es kein Zufall ist, dass jemand den Fund gerade zu diesem Zeitpunkt gemeldet hat.

Als dann auf einer der Inseln auch noch ein kleiner Junge entführt wird, ist sie sicher, dass die Taten in einem Zusammenhang stehen. Und sie ahnt auch bereits, wer das Bindeglied ist.

Für sie gibt es keine Wahl: Obwohl sie noch vom Dienst suspendiert ist, nimmt sie an den Ermittlungen teil.

 

Resümee: Dies ist der 2. Band der Thousand-Islands-Reihe, der sich – wie ich es getan habe – auch unabhängig von seinem Vorgänger lesen lässt. Denn zum Verständnis notwendige Informationen werden geliefert.

Ich fand diese Rückschauen sogar zu langatmig, da ca. im ersten Drittel fast ausschließlich die Entwicklung von Shana Merchants dienstlicher und privater Situation aus ihrer Sicht geschildert wird. Dabei gibt es, wie auch noch im späteren Handlungsverlauf, viele Rückblenden nicht nur in die jüngere Vergangenheit, sondern auch in Shanas Jugend sowie detaillierte Einblicke

in die familiären Beziehungen.

Die Notwendigkeit all dieser Informationen wird zwar in den letzten beiden Dritteln klar, wenn die Ermittlungen endlich Fahrt aufnehmen und ein Puzzleteil nach dem anderen an seinen Platz fällt - eine Raffung wäre der Handlungsdynamik jedoch dienlich gewesen.

 

Demgegenüber sind die Recherchen zum Schicksal von Shanas Onkel Brett und den Umständen seiner Ermordung sowie zum Fall des entführten kleinen Jungen ziemlich spannend. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Letztlich kann der Tod ihres Onkels wohl nur geklärt werden, weil Shana mit den Verhältnissen in ihrer Familie, wie sie vor Bretts Verschwinden bestanden, vertraut ist.

 

In einem Katz- und Mausspiel, in dem er ihr immer wieder Hinweise zukommen lässt, kann Shana außerdem die Identität des Serienkillers,

der sie im letzten Fall gefangengehalten hatte, lüften und die Entführung

des kleinen Jungen beenden.

 

Fazit: Das erste Drittel des Buches ist recht langatmig und ermüdend,

man wartet darauf, dass endlich Dynamik in die Ermittlungen kommt.

Die letzten beiden Drittel sind dann jedoch recht spannend.

 

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