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Elmar Traks

Elmar Traks

Nansen, Elke – Tödliches Ostfriesengold (2023)

Ostfrieslandkrimi

Faber und Waatstedt ermitteln 15

 

Als Kriminalrat Heuer zusammen mit Philipp Schorlau, dem Chef der Forensik, im Büro des Emder Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) auftaucht, ahnt das dort versammelte Team, dass es einen neuen Fall gibt. Und tatsächlich: Ihr Vorgesetzter zieht eine Zeitung aus seiner Aktentasche,

in der von einem Monster die Rede ist, das auf Sylt in Villen einbricht. Sein Aussehen soll dem des See-Ungeheuers Ekke Nekkepenn gleichen, der norddeutschen Sagengestalt, die auf dem Grund der Nordsee lebt und den Seefahrern vor Sylt sowie Bewohnern der nordfriesischen Inseln Streiche spielt.

Nachdem es dort ein Todesopfer gegeben hat, setzt der Täter nun seine Serie in Ostfriesland fort: Er ist bereits in Wittmund und Aurich in Häuser einge-brochen, ohne jedoch irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Dabei nimmt er immer nur wertvolle Antiquitäten mit; Handys, Laptops und Schmuck lässt er liegen – es sei denn, letzterer ist alt.

 

Das Team um Kriminalhauptkommissar Richard Faber und seine Kollegin und Ehefrau Rike Waatstedt nimmt die schwierigen Ermittlungen auf.

 

Als ein weiterer Einbruch in das Haus eines bekannten Schlagersängers in Leer geschieht, entdecken sie unter einem Möbelstück eine uralte Goldmünze von immensem Wert. Und diese führt endlich zu einer Erfolg versprechenden Spur.

Zu diesem Zeitpunkt ahnt jedoch noch niemand, dass sie es kurz darauf mit einem mysteriösen Leichenfund und einem aktuellen Mord zu tun bekommen, die beide in Zusammenhang mit den Einbrüchen stehen, wie sich bald herausstellt.

 

Resümee: Auch bei diesem nun schon 15. Fall des Emder Ermittlungsteams versteht es die Autorin, die Leser in den Bann zu ziehen, auch wenn sich die Spannung nur langsam steigert. Denn zunächst haben die Kommissare auf Grund fehlender Spuren überhaupt keinen Anhaltspunkt, in welche Richtung ihre Recherchen gehen müssen – selbst Chefforensiker Philipp Schorlau ist ausnahmsweise mal ratlos.

Und die Aufnahme einer Überwachungskamera, die eine Gestalt zeigt, die auffallend dem See-Ungeheuer Ekke Nekkepenn ähnelt, sorgt für mehr Verwirrung, als dass sie erhellend wirkt.

 

Aber gut, dass die Ehepaare Schorlau und Faber-Waatstedt miteinander befreundet sind, oft mit Rikes Opa Knut und dem kleinen Benny in ihrem gemütlichen Zuhause zusammensitzen und dabei während eines guten Essens auch über den jeweils aktuellen Fall reden. Konnte Opa Knut oft

einen wichtigen Tipp zu dessen Klärung liefern, so ist es diesmal Richard Fabers 4-jähriger Sohn, von dem der entscheidende Hinweis kommt.

 

Die Untersuchungen zur Einbruchsserie, insbesondere zum letzten Fall, erweisen sich als viel aufwendiger als ursprünglich angenommen. Denn als die Leiche einer bereits 15 Jahre toten Frau und ein verschlammter Rucksack gefunden werden, stellt sich ein Bezug zum aktuellen Geschehen heraus … und dann gibt es in dem Zusammenhang auch noch einen aktuellen Mord, mit dem niemand gerechnet hat.

 

Mit seinen vielen Mysterien, neuen Erkenntnissen und überraschenden Wendungen ist dies ein höchst komplexer Fall. Mir war er insgesamt jedoch etwas zu bizarr und für die Thematik (im weitesten Sinne Münzkunde) konnte ich mich trotz der erschöpfenden Erklärungen, die vor allem Philipp Schorlau lieferte, nicht erwärmen.

 

Anzumerken ist noch, dass sich sowohl im Privatleben der Schorlaus als auch der Faber-Waatstedts gravierende Veränderungen anbahnen.

 

Fazit: wieder ein spannender Fall, wenngleich ich mich für Thematik und

   Umsetzung nicht erwärmen konnte

 

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