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Elmar Traks

Elmar Traks

Martin, Tina N. - Apfelmädchen (2023)

Kommissarin Lind ermittelt, Band 1

Thriller

 

Vidar und Eva Vendel sind glücklich verheiratet und bewohnen ein schickes Einfamilienhaus in dem kleinen schwedischen Ort Sävast.

Als Vidar an diesem Abend nach Hause kommt, wundert er sich, dass die Eingangstür nicht verschlossen ist, seine Frau also überraschenderweise wohl schon daheim ist. Doch nach dem Betreten des Flurs bekommt er einen Schock: Evas Leichnam hängt von der Decke herab. Ihr Rock ist blutdurch-tränkt, die Hände sind mit 2 dicken Nägeln zusammengenagelt worden.

Der Leiter der forensischen Abteilung, Mikael Malm, genannt Malmen, stellt fest, dass es keine Hinweise auf einen Kampf gibt, und der Täter die Ein-gangstür benutzt haben muss – wahrscheinlich hat Eva ihren Mörder hinein-gelassen.

 

Kriminalkommissarin Idun Lind und ihr Partner Calle Brandt übernehmen

die Ermittlungen.

 

Als sie den Witwer im Krankenhaus besuchen, erleben sie eine Situation,

die sie nachdenklich macht und zu weiteren Recherchen veranlasst.

Bald werden sie mit einer Familiengeschichte konfrontiert, die immer schockierendere Erkenntnisse zutage fördert.

 

Währenddessen werden eine junge Frau und ein kleines Kind entführt. Zu-nächst scheinen diese Ereignisse nichts mit dem Mord an Eva Vendel zu tun zu haben, doch dann ergibt sich eine Gemeinsamkeit, die die Kommissare vor Rätsel stellt.

 

Resümee: Das Geschehen spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit: Die aktuelle Handlung umfasst die Mordermittlungen, der Vergangenheitsstrang beginnt 1975 und reicht bis ins Jahr 1999. Die dort geschilderte Geschichte von Viola und ihren beiden Kindern ist damit aber nicht beendet, sondern es stellt sich heraus, dass sie maßgeblich die aktuellen Ereignisse bestimmt. In welcher Form, das wird allerdings erst gegen Schluss immer deutlicher.

 

Als sich für Idun Lind und ihren Partner die einzelnen Puzzle-Teile allmählich zusammenfügen und die Aufklärung der Fälle kurz bevorzustehen scheint, nehmen die Ermittlungen noch einmal eine dramatische Wende.

 

Obwohl während der Handlung einiges an Blut fließt und es weitere Tote gibt, ist der Thriller wohltuenderweise dennoch nicht blutrünstig! Seine große Spannung bezieht er nicht nur aus dem oben genannten Aufbau, sondern auch aus der temporeichen Handlung mit vielen – zum Teil erschreckenden - Wendungen und nicht vorhersehbaren Entwicklungen.

 

In Bezug auf den Titel des Buches gibt es 2 Erklärungen. Die allgemein gefasste sei hier verraten: Viola, deren Geschichte erzählt wird, will ihren beiden Kindern alle nur erdenkliche Fürsorge geben, denn „Kinder sind wie empfindliche Sommeräpfel, sie werden braun, wenn man sie nicht mit der allergrößten Umsicht behandelt.“ (S.93). Die zweite - konkrete - Bedeutung bekommt man am Schluss … und es fällt einem wie Schuppen von den Augen.

 

Fazit: Wie auch Band 2 („Gewittermann“), den ich zuerst gelesen hatte,

ist auch dies ein extrem spannender, temporeicher Thriller mit vielen überraschenden Wendungen.

 

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