_______________________

 

Webmaster u.v.a.m.

Elmar Traks

Elmar Traks

Rehberg, Krinke – Hofgrab (2025)

Syltkrimi

 

Beim Spaziergang mit ihren Hunden entdecken ein Mann

und eine Frau im Schweinestall eines verfallenen Bauernhofs bei Tinnum die Leiche einer jungen Frau.

Als Hauptkommissarin Bente Brodersen und ihre Kollegin Heike Röder von der Kripo Sylt dort eintreffen, bietet sich ihnen ein schauriges Bild: Die Leiche liegt in total verdrecktem Stroh, die Haare sind schlamm-getränkt, das Gesicht abgesehen von einer klaffenden Wunde an der Schläfe halbwegs unversehrt, doch am restlichen Körper haben sich offensichtlich die herumwuselnden Schweine zu schaffen gemacht.

Da sie bei der Toten weder Handy noch Ausweispapiere finden, gestaltet sich deren Identifizierung schwierig. Auch ein Fahrzeug ist im näheren Umkreis nicht zu sehen. Warum und wie also kam die Frau auf den abgelegenen Hof? Dessen Besitzer hat diesen quasi aufgegeben, betreibt nur noch die Schwei-nezucht und ist laut Nachbarn zur Zeit abwesend.

 

Dank der akribischen Arbeit der Gerichtsmedizinerin kann die Identität der jungen Frau festgestellt werden: Es handelt sich um die 23-jährige Ukrainerin Mayra Koitea, die nach stumpfer Gewalteinwirkung gegen Torso und Abdo-men innerlich verblutet ist.

 

Endlich kommen die Ermittlungen ins Rollen und führen die Kommissare unter anderem in die so genannte feine Sylter Gesellschaft, in der man sich nicht scheut, menschliche Not auszunutzen.

 

Resümee: Auch in diesem Krimi wird die Inselatmosphäre wieder authentisch eingefangen: Nebel, Wind, Wasser, einsam gelegene alte Häuser und Ge-höfte, aber auch moderne Neubaugebiete.

Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung bietet ebenfalls ein breites Spektrum: Bauern, die den Hof verfallen lassen, Neubürger die einen hohen Kredit aufnehmen, um sich den Traum vom Leben auf der Insel verwirklichen zu können, die Alteingesessenen und die so genannte bessere Gesellschaft.

 

In dieser sozialen Melange herrschen Intrigen, Angst, Erpressung, wirtschaft-liche Not versus ausschweifende Partys. Bei so einer Gemengelage sind so-wohl das Feingefühl als auch das Engagement der Ermittler gefragt.

 

Die Handlung ist zwar einigermaßen spannend, aber manchmal recht zäh-flüssig; einige Entwicklungen sind auch vorhersehbar, andere zum Teil kon-struiert und logisch wie menschlich nicht immer so ganz nachvollziehbar.

 

Fazit: nette Unterhaltung für zwischendurch

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0