Detective Dan Riley 1
Thriller
Eine Frau nutzt das geschäftige Treiben in der eleganten Lobby eines renommierten Londoner Luxus-Hotels, um unbemerkt zum Fahrstuhl
zu gelangen. Sie fährt mit ihm in den 3. Stock, nimmt anschließend die Treppe in die 5. Etage, wo sie bei der Penthouse-Suite Nr. 106 klingelt. Nachdem ein Mann, den sie „Daddy Bear“ nennt, sie hereingelassen hat, beginnen beide gleich mit erotischem Geflirte, inklusive Champagner in der Badewanne.
Dort findet das Zimmermädchen später den Mann mit aufgeschlitzten Hand-gelenken. Neben der Wanne liegt außer einem silbernen Stift und einer blu-tigen Rasierklinge ein handgeschriebener Zettel: „Mein Schatz, es tut mir leid, bitte vergib mir. Daddy Bear. X“
Auf dem Bett fällt ein niedlicher Teddybär auf.
Alles sieht auf den ersten Blick nach einem Selbstmord aus. Doch Detective Dan Rileys Bauchgefühl sagt ihm, dass hier etwas nicht stimmt, dass Nigel Baxter – so der Name des Verstorbenen – sich nicht alleine in dem Zimmer aufgehalten hat. Er ordnet daher eine Obduktion an.
Diese ergibt tatsächlich, dass Baxter ermordet wurde: Zunächst schluckte er Arsen, das zu Organversagen führte, danach wurde ihm Chloroform verab-reicht, anschließend schlitzte ihm jemand die Handgelenke auf.
Anhand von Video-Aufzeichnungen findet man heraus, dass der Tote zuvor Damenbesuch hatte, und weitere Untersuchungen ergeben, dass es sich dabei um eine Frau gehandelt hat, die sich „Goldilocks“ nennt. Ist sie die Täterin?
Dan Riley kombiniert sofort: Er kennt das Märchen „Goldilocks and the Three Bears“ und befürchtet, dass bereits ein Mord an „Mummy Bear“ geplant ist.
Die Ermittlungen werden letztlich zu einem Psycho-Duell zwischen dem Detective und der Mörderin, bei dem ihrer beider Vergangenheit die Handlung bestimmt.
Resümee: Dies ist ein spannender Thriller, der vor allem davon lebt, dass zwar dem Leser die Täterin von Anfang an bekannt ist, Detective Dan Riley und seine Kollegen diese jedoch erst identifizieren müssen.
Der Leser erfährt im weiteren Verlauf der Handlung dann, dass es sich bei
ihr um eine Frau mit traumatischer Vergangenheit handelt, die ihre Identitäten wechselt und bereits ihre nächsten Opfer im Visier hat.
Werden die Ermittlungen schnell genug vorankommen, um weitere Morde verhindern zu können?
Dan Riley selbst leidet emotional noch schwer unter dem Tod seiner schwan-geren Lebensgefährtin, die vor ca. 2 Jahren bei einem Unfall starb, der durch einen betrunkenen Autofahrer verursacht wurde.
Durch diese Konstellation der Protagonisten entwickelt sich ein regelrechtes Psycho-Drama, dessen Dynamik einen Großteil der Spannung ausmacht.
Diese wird durch die wechselnden Erzählperspektiven der Täterin und Riley noch verstärkt – der Leser ahnt - oder weiß sogar - dadurch oft, was beide jeweils planen und hält so manches Mal den Atem an.
Die ständigen Wiederholungen, den Tod von Rileys Lebensgefährtin und seine unvermindert anhaltende Trauer betreffend, fand ich zu viel und auf Dauer ermüdend – wobei mir allerdings klar ist, dass genau diese den Verlauf der Handlung maßgeblich beeinflusst.
Fazit: ein vielversprechender 1. Band der Reihe um Detective Dan Riley
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