Die Frau des Arztes, Band 4
Psychothriller
Zum besseren Verständnis stelle ich die Personen-konstellationen voran:
Fern: Frau des Arztes Drew Devlin, den sie mit Hilfe von Alice's Partner
ermordet hat. Sie nennt sich jetzt Teresa Brown.
Cecilia: Tochter von Fern, hervorgegangen aus dem One-Night-Stand mit
einem Mann, der sie ausspionieren wollte, und den sie ebenfalls ermordet hat.
Pierre: jetziger Ehemann von Fern
Alice: Geliebte des Arztes Drew Devlin. Sie hat wegen des Mordes an ihm
unschuldig im Gefängnis gesessen.
Evelyn: ihre gemeinsame Tochter (sie nennt sich später Tiffany) – geboren
nach Drews Tod
Tomlin: ermittelnder Detective im Fall von Drew Devlins Tod. Er hat sich von
Fern Lügen täuschen lassen, und Alice als Tatverdächtige verhaftet. Später geht er eine Beziehung mit ihr ein, sie trennen sich aber wieder.
Fern (fast 60 Jahre alt) lebt mit ihrem Mann Pierre und ihrer inzwischen knapp 18 Jahre alten Tochter Cecilia in einem kleinen französischen Dorf, wo sie sich gut eingelebt hat. Sie nennt sich jetzt Teresa Brown, und niemand weiß, wer sie wirklich ist. Ihre einzige, aber große Sorge ist, dass Cecilia mit der be-vorstehenden Volljährigkeit ihrer Kontrolle entgleitet und nach England reisen will, um nach ihren Wurzeln zu forschen. Aber sie darf weder die wirkliche Identität ihrer Mutter erfahren, noch herausbekommen, wer ihr Vater ist und warum Fern nach Frankreich ausgewanderte.
Doch glücklicherweise hegt die junge Frau bislang keine Ambitionen in dieser Richtung. Sie will vielmehr mit ihrer besten Freundin Antoinette nach Paris reisen, dort das Leben genießen und arbeiten.
Auch Evelyn ist mittlerweile erwachsen geworden. Nachdem sie aus ihrem kleinen Heimatort in England kaum herausgekommen ist, will sie endlich die Welt kennenlernen. Ihre Mutter Alice fürchtet, dass sie dann nicht mehr zu-rückkommt, denn ihr Verhältnis war nie besonders gut. Mehr noch: Evelyn hasst sie und kann ihr nicht verzeihen, dass sie Fern, die ihren Vater umge-bracht hat, nicht der Polizei ausgeliefert hat, als sie einmal die Gelegenheit dazu hatte.
Evelyns erste Station auf ihrer Weltreise ist London, wo sie aber entgegen ihrer Wunschvorstellung keinen Anschluss an andere reiselustige Jugendliche findet. Enttäuscht beschließt sie, nach Frankreich weiterzuziehen und landet in Paris … und das Schicksal nimmt seinen unheilvollen Lauf.
Resümee: „Die Frau des Arztes“ - das erste Buch dieser Reihe - hatte mir ausgesprochen gut gefallen, die beiden Folgewerke („Die Witwe des Arztes“ und „Die Geliebte des Arztes“) jedoch immer weniger. Dieser letzte Band nun steht dem ersten in nichts nach: Es ist spannend von Anfang bis Ende.
Denn man sieht die beiden Erzählstränge um Cecilia / Fern und Evelyn / Alice gleich zweier Hochgeschwindigkeitszüge ungebremst aufeinander zurasen – die Katastrophe kann nicht ausbleiben. Mehr möchte ich, um nicht zu spoilern, dazu nicht ausführen, zumal die Tendenz schon aus der Inhaltsangabe hervorgeht.
Zur Spannung tragen auch die Perspektivwechsel bei, denn das Geschehen wird abwechselnd aus Sicht von Evelyn, Cecilia, Fern und Alice erzählt, und auch Pierre und Tomlin bekommen eine Stimme. So erfährt man ihre jewei-ligen Gedanken, Pläne und Ängste, deren Zusammen- oder besser gesagt: oft Gegeneinanderspiel viel Sprengstoff enthält.
Fazit: entgegen meiner Befürchtungen doch noch
ein sehr gelungener Abschluss der Reihe.
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