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Elmar Traks

Elmar Traks

Limar, Fiona – Engelskälte (2024)

Psychiatrie-Thriller 2

 

Ein unheimlicher Serienkiller – er wird mittlerweile

„das Phantom der Nacht“ genannt – versetzt Berlin seit 2 Jahren in Angst und Schrecken: Bereits 4 allein lebende Frauen hat er getötet,

indem er sich nachts unbemerkt in ihre Schlafzimmer geschlichen und sie

auf schon rituell anmutende Weise ermordet hat.

Unter seinen Opfern sind auch die Schwester von Amelie Heller und die Cousine von Cordula Renz. Beide haben sich im Rahmen einer Zeugen-vernehmung kennengelernt und angefreundet.

Sie leben in ständiger Angst, dass der Mörder es auch auf sie abgesehen haben könnte und atmen auf, als unmittelbar nach der nächsten Tat der

28-jährige Wolf-Dieter Kötz festgenommen werden kann, während er noch neben der Leiche sitzt.

 

Nach seiner Einweisung in den Maßregelvollzug wird er von Ilka Herzog, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Er behauptet, er fühle sich verfolgt, habe Halluzinationen von Hexen und Engeln und müsse die Hexen töten. Die erfahrene Ärztin glaubt nicht so recht daran, dass es sich bei ihrem Patienten um den gesuchten Serientäter handelt, sie vermutet eher, dass eine andere Person im Hintergrund agiert und ihm Mordaufträge erteilt.

 

Auch Kriminalhauptkommissar Malte Wächter hegt Zweifel daran, dass Kötz der seit Langem Gesuchte ist, denn er passt seiner Meinung nach nicht ins Täterprofil.

 

Kötz kann aus dem Maßregelvollzug fliehen, und die Freundinnen Amelie und Cordula machen beängstigende Beobachtungen auf Grund derer sie fürchten, dass das „Phantom der Nacht“ nun tatsächlich sie im Visier hat.

 

Resümee: Nach „Stirb zweimal, Schwesterherz“ hat mir auch dieser

2. Psychiatrie-Thriller von Fiona Limar prima gefallen. Er war von Anfang an

sehr spannend, denn genau wie Kriminalhauptkommissar Malte Wächter und die Ilka Herzog, Fachärztin für Psychiatrie, fragt man sich, ob der unmittelbar nach einem Mord festgenommene Wolf-Dieter Kötz wirklich der gesuchte Serienmörder ist. Kann sein, kann nicht sein – es spricht ebenso viel dafür

wie dagegen.

 

Als Kötz dann aus dem Maßregelvollzug flüchten kann, steigert das die Spannung noch einmal, denn: Was hat er vor? Sucht er schon sein nächstes Opfer oder plant er etwas ganz anderes? Will er vielleicht auch nur aus der bedrückenden Atmosphäre der Klinik nach Hause zu seiner Mutter und den Tieren zurückkehren?

 

Eine neue Stufe der Dramatik erreicht die Handlung, als die Freundinnen Amelie und Cordula beunruhigende Beobachtungen machen. Hält sich das „Phantom der Nacht“ in ihrer Nähe auf? Sind sie in Gefahr?

 

Bis zur Klärung und Überführung des Täters gibt es viele Wendungen, die

den Leser oft die Luft anhalten lassen. Und obwohl der unheimliche Killer in einzelnen Kapiteln gelegentlich zu Wort kommt, hatte ich bis zum Schluss keine Ahnung, um wen es sich dabei handelt. Mein ganz starker Verdacht bestätigte sich nämlich nicht! Fiona Limar hat ganze Arbeit geleistet, ihre Leser aufs Glatteis zu führen.

 

Fazit: Ich hoffe auf weitere Psychiatrie-Thriller!

 

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