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Elmar Traks

Elmar Traks

Gruber, Andreas – Herzgrab (2025)

Thriller

Herz-Reihe, Band 1

 

Die aus Italien stammende Teresa Del Vecchio (Anfang 40) hat dem alteingesessenen Familienclan vor etlichen Jahren den Rücken gekehrt und lebt seitdem zusammen mit ihrer 21-jährigen Nichte Monica in Wien. Zur Beerdigung ihrer beiden durch Unfälle ums Leben gekommenen Brüder fährt sie zum ersten Mal wieder zum Familienanwesen in der Toskana.

Bei der Gelegenheit will sie auch etwas über das Verschwinden ihres Bruders Salvatore – ein renommierter Maler und Monicas Vater - herausfinden, von dem es seit einem Jahr kein Lebenszeichen mehr gibt. Die Recherchen eines von ihr und ihrer Nichte engagierten Detektivs waren ergebnislos verlaufen.

 

Als Teresa sich für die Trauerfeier frisch macht, kommt es in ihrem Zimmer

zu einem Zwischenfall – und seitdem wird die junge Frau vermisst. Da die Ermittlungen der italienischen Kripo im Sande verlaufen sind, werden nach einem Monat die Wiener Entführungsspezialisten Peter Gerink und sein italienisch stämmiger Kollege Dino Scatozza mit dem Fall betraut.

 

Gerinks erster Weg führt zu Teresas Nichte Monica, von der er Informationen zu der Vermissten und ihrer Familie erhält. Bei dieser Gelegenheit erfährt er auch, dass Monicas Vater Salvatore seit einem Jahr verschwunden ist. Sie bittet Gerink, auch zu ihm Nachforschungen anzustellen.

Da das österreichische Bundeskriminalamt für diesen Fall jedoch nicht zu-ständig ist, empfiehlt er ihr, sich an seine Ehefrau Elena zu wenden, die als Privatdetektivin tätig ist.

 

Kaum hat diese den Auftrag übernommen, taucht plötzlich ein neues Gemälde von Salvatore Del Vecchio auf, das auf einer Auktion versteigert werden soll. Ist dies eine hoffnungsvolle erste Spur zu dem Maler? Die Suche gestaltet sich wesentlich schwieriger als gedacht und führt Elena und Monica in die Toskana, wo sich die Wege mit ihrem Ehemann und seinem Kollegen kreu-zen, und beide Fälle zu einem verschmelzen.

 

Resümee: Nachdem ich den 2. Band der Herz-Reihe gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf seinen Vorgänger und wurde nicht enttäuscht.

Zwar finde ich die anfängliche Schilderung des aktuellen Auftrags, in dem Elena Gerink steckt, für den weiteren Verlauf nicht unwichtig, jedoch unver-hältnismäßig lang.

Als es dann aber um die beiden Fälle bezüglich der Familie Del Vecchio geht, nimmt die Spannung stetig zu. Die Suche nach Teresa und die Recherchen zum Verschwinden ihres Bruders Salvatore kann man schließlich nicht mehr voneinander trennen, sodass beide Fälle zu einem verschmelzen.

Die 3 Ermittler kämpfen dabei nicht nur mit der Inkompetenz und Koope-rationsunwilligkeit der italienischen Kollegen, sondern auch gegen einen offensichtlich mächtigen Feind, der die Klärung unbedingt verhindern will.

In sein Fadenkreuz geraten bald auch Peter, Dino und Elena.

 

Die einzelnen Handlungsschritte folgen logisch aufeinander, das Geschehen nimmt immer mehr an Tempo auf, und es gibt zahlreiche überraschende Wendungen.

Das Ganze endet in einem fulminanten Showdown, der für mich aber streckenweise ein wenig zu chaotisch und daher nur noch mit Mühe nachvollziehbar war.

 

Ein besonderes „Schmankerl“ ist das derzeitige Verhältnis der Eheleute Gerink:

Nach einem privaten Schicksalsschlag ist Elena in ein tiefes emotionales Tal gestürzt, hatte sich auf der Geburtstagsfeier von Dino Scatozza betrunken und in dessen Armen schließlich Trost gefunden. Sie kann sich diesen Seiten-sprung nicht verzeihen und ist aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Peter ist tief verletzt und weiß noch nicht, ob sie beide wieder zueinander finden werden.

Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit Dino Scatozza als italienischem Muttersprachler in diesem Fall zwar unabdingbar, jedoch verständlicherweise problematisch.

 

Fazit: Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors.

 

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