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Elmar Traks

Elmar Traks

Danz, Ella – Theaterdonner (2026)

Angermüllers 13. Fall

 

Seit dem Morgen brennt im Herzogtum Lauenburg die Sonne,

es geht kein Lüftchen und ist drückend schwül. Auch auf dem Hof Ananda, dessen Zentrum eine Kulturscheune ist, leiden die Bewohner unter der Hitze und hoffen auf ein Gewitter, das hoffentlich die ersehnte Ab-kühlung bringen wird.

Man ist dabei, sich auf die alljährliche Theateraufführung vorzubereiten – diesmal soll „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie gegeben werden.

Doch bevor es zur ersten Probe kommen kann, wird die junge französische Schauspielerin Odile tot auf der Bühne gefunden – auf ihrer Stirn klafft eine Schusswunde. Wer hat der lebenslustigen Frau, die gerne geflirtet und da-durch auch einige Unruhe gestiftet hat, nach dem Leben getrachtet?

Dieser Frage müssen die Lübecker Kommissare Georg Angermüller und sein Kollege Claus Jansen nachgehen.

 

War Eifersucht das Motiv? Oder Neid? Schließlich war Odile neben ihrem Mann Erik die einzige Profi-Schauspielerin der Gruppe. Oder wollte jemand sich vielleicht rächen? Doch wofür?

 

Nicht nur das Wetter, auch die Ermittlungen bringen die Kommissare ganz schön ins Schwitzen.

 

Da gibt es noch eine weitere Leiche …

 

Resümee: Auch Kommissar Angermüllers 13. Fall ist wieder gewohnt spannend. Ort der Handlung ist der Hof Ananda (Ausdruck des Sanskrit

für „Glückseligkeit“) mit seiner Theaterscheune. Traditionell führen die Hof-bewohner dort jedes Jahr ein Stück auf; diesmal soll es „Tod auf dem Nil“ sein. Doch vor der ersten Probe findet man auf der Bühne die junge franzö-sische Schauspielerin Odile ermordet auf.

 

Nach Agatha Christie-Vorbild ist dies ein Whodunnit-Krimi, bei dem es gilt, Täter und Motiv zu ermitteln. Als Leser, der über die gleichen Informationen wie die Ermittler verfügt, kann man miträtseln, wer Odil nach dem Leben ge-trachtet hat.

Recht bald hatte ich einen Verdacht, der sich mit fortschreitender Handlung verdichtete und schließlich bestätigte. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, zumal eine Restunsicherheit bis zum Schluss blieb.

 

Der Ort der Haupt-Handlung ist – ebenfalls in Anlehnung an die Werke Agatha Christies - räumlich begrenzt, die Anzahl der Protagonisten überschaubar.

 

Gekonnt hat Ella Danz die Entwicklung des Wetters in den Geschehens-verlauf eingebunden, etwa:

. drückende Schwüle, sich zunehmend zusammenbrauendes Gewitter – ein Mord geschieht, die Stimmung ist gedrückt, Ermittlungen werden aufgenom-men, einzelne Erkenntnisse verdichten sich und läuten die heiße Phase ein,

. das Gewitter entlädt sich, es kracht, donnert und regnet – der Täter wird entlarvt und gesteht nach anstrengendem Verhör (bei dem es ordentlich zur Sache geht) schließlich,

. es kühlt ab – die heiße Phase der Ermittlungen ist vorbei,

. ein Regenbogen ist zu sehen – zwischen einigen Akteuren wird es recht harmonisch und die Hoffnung auf zukünftiges Glück keimt auf.

 

Wie immer spielen die Zubereitung und der Essensgenuss eine große Rolle, und auch diesmal befinden sich im Anhang wieder die im Buch genannten Rezepte zum Nacharbeiten.

 

Der Schluss macht neugierig, wie es mit Georg Angermüller wohl privat weitergehen mag.

 

Fazit: Nun heißt es, geduldig auf den 14. Fall zu warten.

 

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