Die Küsten-Kommissare 33
Küstenkrimi
Hilde Ossenkopp macht sich mit ihren Freundinnen Claudia und Ingrid einen schönen Nachmittag im Garten ihres Luxus-Anwesens. Während die Frauen bei Prosecco plaudern, spielen deren
5-jährige Kinder friedlich in der riesigen Sandkiste. Plötzlich ertönt von dort jedoch lautes Geschrei: Die Knaben streiten sich, wer den von Tristan ausge-buddelten Zeh behalten darf.
Die Mütter rätseln, ob das Fundstück echt oder möglicherweise ein Halloween-Utensil ist und ob man vielleicht besser die Polizei rufen sollte. Freundin Ingrid schlägt schließlich vor, ihren Mann anzurufen, der gerade mit der Tochter auf der Geburtstagsfeier von Jasper Hinrichs Tochter ist. Daran nehmen auch dessen Kollegen, die Kommissare Sophie Meerkatz, Rüdiger „Rüde“ Thomsen und Svenja Tades teil, die nach der Nachricht über den Zehen-Fund sofort zum Ossenkopp-Anwesen aufbrechen.
Die Untersuchung des Corpus Delicti durch den Rechtsmediziner ergibt, dass es sich um den kleinen Zeh einer Frau handelt. Doch wem fehlt der jetzt und wie ist er im Sandkasten gelandet? Die diesbezüglichen Recherchen der Kommissare kommen nicht recht voran. Erst als der Nachbar der Familie Ossenkopp in seinem Garten einen Drohbrief findet und das Verschwinden seiner Tochter meldet, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf, erleben jedoch schon bald einen herben Rückschlag.
Resümee: Dieser Band der Küsten-Kommissare-Reihe ist eher mittelprächtig: Zunächst tauschen sich die Freundinnen auf dem Prosecco-Nachmittag lange über Männer im Allgemeinen sowie über ihre jeweiligen Partner aus – in die-ser Ausführlichkeit eher semi interessant, zumal für den Fall irrelevant.
Nachdem ein Kind den Zeh im Sandkasten gefunden hat, erfolgt ein Schwenk zur Kinder-Geburtstagsfeier bei Jasper mit detaillierten Schilderungen, wer wessen (Groß-, Patchwork-) Mutter, (Groß-)Vater und gerade gerade mit wel-cher Aktivität beschäftigt ist. Das Kuddelmuddel an Beziehungs-Zuordnung ist für jemanden verwirrend, der nicht in der Reihe drinsteckt – wobei die einzel-nen Fälle ansonsten in sich abgeschlossen und durchaus separat zu lesen sind.
Erst auf Seite 29 von 216 (=14%) treffen die Kommissare beim Ossenkopp-Anwesen ein und beginnen mit Befragungen der Anwesenden. Die Ermitt-lungen kommen allerdings lange nicht von der Stelle, dümpeln so vor sich hin. Später gibt es zwar eine entscheidende Wende, dennoch bleibt die Handlung nur mäßig spannend, die Lösung des Falles liegt trotz gelegentlicher neuer Informationen noch in weiter Ferne. Erst ganz zum Schluss trifft Jasper ein Geistesblitz, der schließlich zur Aufklärung führt.
Zwischendrin dreht sich immer wieder viel um die private Situation der Kom-missare, über die auch untereinander geredet wird:
Der „Rüde“ befindet sich nicht nur in einer Ehekrise, sondern offensichtlich auch in der Midlife-Crisis, denn er hechelt hormongesteuert jeder Frau hinter-her, die seinem „Beuteschema“ entspricht.
Svenja Tades möchte endlich ihren Verlobten heiraten, der schiebt das Hoch-zeitsdatum jedoch immer vor sich her. Rat, wie dem Zauderer auf die Sprünge zu helfen sei, bekommt sie von Kollegin Sophie.
Jasper wiederum würde die Mutter seiner beiden Töchter gerne heiraten, die jedoch möchte warten, bis die Kinder größer sind.
Nur von Sophie Meerkatz erfährt man diesmal nichts Neues.
Fazit: ein eher schwächerer Band
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